Prostatakrebs

Das Karzinom der Prostata (Vorsteherdrüse) ist die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Da es erst im Stadium der fortgeschrittenen Erkrankung zu Beschwerden kommt, kann der Krebs nur durch Früherkennungs-Untersuchungen rechtzeitig entdeckt und mit dem Ziel der Heilung behandelt werden. Wenn sich bei der Tastuntersuchung bei einer Kontrolluntersuchung durch den Hausarzt der Verdacht auf ein Prostatakarzinom ergeben hat, wird zur Bestätigung mittels Feinnadelbiopsie eine Gewebeprobe entnommen.

Therapeutisch gibt es mehrere Möglichkeiten, die sich nach der Art und dem Stadium des Tumors sowie nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten richten: Im frühen Stadium stehen die Seed-Implantation (minimal-invasive Einbringung von radioaktiven Jod 125-Strahlern in die Prostata) oder die operative Entfernung des Tumors und Bestrahlung zur Verfügung.

Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung hat bei einem Drittel der Patienten bereits eine Streuung des Tumors in andere Organe stattgefunden. Anders ausgedrückt: ...es haben sich bereits Metastasen gebildet. Zu diesem Zeitpunkt ist die Erkrankung zwar bereits nicht mehr heilbar, aber man kann sie dennoch behandeln. Durch Strahlen-, Chemo- oder Hormontherapie kann die weitere Ausbreitung des Krebses verzögert werden. Wenn noch keine Metastasen vorliegen und der Krebs auf die Prostata beschränkt ist, bestehen gute Heilungschancen.

Männer sollten deshalb regelmäßig die Kontrolle der Prostata vornehmen lassen. Von einer Früherkennung kann das Leben abhängen.

Vorbeugung:

Prostata-Patienten können nach einer US-Studie ihren PSA-Wert wesentlich länger stabil halten, wenn sie täglich ein Glas Granatapfelsaft trinken. In dieser Studie verlängerte das Getränk die Zeit, in dem sich der Wert des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) verdoppelte, von 15 auf 54 Monate, also von knapp einem Jahr auf fast 5 Jahre. Der PSA-Wert gilt als Indikator für einen Prostatatumor.

Da Vinci® - Neuartige Operationsmethode, im TV vorgestellt am 26. Juli 2006

Die Roboter- assistierte Da Vinci® Prostatektomie stellt heute die Weiterentwicklung der konventionellen Laparoskopie dar. Hierbei handelt es sich um eine hochmoderne, minimal invasive OP-Technik zur Entfernung der Prostata. In diesem Verfahren werden die laparoskopischen Vorteile (siehe Laparoskopie) mit den Vorteilen der offenen Schnittoperation kombiniert. Durchgeführt wird diese OP am Universitätsklinikum des Saarlandes.

Achtung: Fragen Sie vorher nach den Kosten für diese OP, da davon auszugehen ist, daß Sie einen Großteil der Kosten selbst tragen müssen. Diese Art der OP ist sehr teuer und die Kassen zahlen nur einen bestimmten Betrag. Der Rest muß mit der Klinik abgeklärt werden.

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